Afd wirft Antisemieten aus der Partei

Wolfgang Gedeon wurde vom Bundesschiedsgericht der Partei aus der Partei ausgeschlossen. Der baden-württembergische Abgeordnete habe der Partei nichts gutes getan. Das sei ein „so überfälliges wie richtiges und wichtiges Zeichen“, teilte der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen auf der Facebookseite der Partei mit. Zuvor hatte Gedeon den Holocaust als Zivilreligion des Westens bezeichnet. Der Bundesvorstand hatte beim Schiedsgericht den Ausschluss beantragt. Gedeon hatte die AfD-Landtagsfraktion nach internem Streit um seinen Antisemitismus bereits im Juli 2016 verlassen, blieb aber in der Partei. Damals wurde bekannt, dass Gedeon in einem Buch behauptet hatte, der Holocaust sei die „Zivilreligion des Westens“. Gedeon nannte das Judentum den inneren Feind des christlichen Abendlandes. Den Islam bezeichnete er als „äußeren Feind“. Fraktionschef Meuthen war empört. Der Konflikt um Gedeon führte zu einer Spaltung der Fraktion, erst im OktobeGedeon verzweifeltr 2016 gab es die Wiedervereinigung. Gedeon blieb außen vor, konnte sich aber in der AfD halten. Gedeon provozierte zuletzt im Oktober 2019 nach dem Anschlag eines Judenhassers auf eine Synagoge und eine türkisch geprägte Dönerbude.Gedeon schrieb in dem Entwurf für eine Resolution zum nächsten AfD-Parteitag, „der Antisemitismus in Deutschland wird durch ein Heer staatlich bezahlter ‚ Antisemitismus-Beauftragter‘ und ihrer medialen Handlanger gewaltig aufgebauscht. Tatsächlich ist aber die Israelhörigkeit bei uns das größere Problem, und gerade die Israel-Lobby missbraucht systematisch den Antisemitismus-Vorwurf, um eine einseitige Erinnerungskultur und ein verzerrtes Geschichtsbild sowie eine bedingungslose Pro-Israel-Politik durchzusetzen.“ ,sagte er.

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